STILLE HELFER DES MONATS

Der TAKE OFF AWARD – DER DEUTSCHE PREIS FÜR DAS EHRENAMT kürt monatlich Projekte als „Stille Helfer des Monats“. Die Projekte werden vom Förderverein ausgewählt. Die Themenkategorien sind analog zum Sonderpreis der Jahres-Preisverleihung. In 2019 ist dies 30 JAHRE MAUERFALL – DER WEG ZUR DEUTSCHEN EINHEIT. Somit werden monatlich Projekte honoriert, die sich für die Wiedervereinigung eingesetzt haben. Die Projektträger erhalten vom Verein 2.000 € als Anerkennung und Danksagung für Ihren wertvollen Beitrag an der Gesellschaft.

Stille Helfer April 2019

Friedenauer TSC 1886 e.V.

 

Gewürdigt wurden die Aktivitäten des Vereins zu einem Fußball-Gedenkturnier zum 30. Jahrestag des Mauerfalls.

Es ist inzwischen eine liebgewonnene Tradition, dass der Verein seit November 1990 Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren zu diesem einzigartigen Turnier einlädt. Bisher haben 61 Vereine mit 788 Jugendmannschaften teilgenommen.

Besonders gewürdigt wird, dass man von Beginn an Wert darauf legte, dass sowohl Teams aus den östlichen und westlichen Berliner Stadtbezirken vertreten sind. Inzwischen liegen dem Verein auch Anmeldungen aus anderen Bundesländern und  aus dem Ausland vor. Dass das Turnier so erfolgreich ist, spricht für den Teamgeist und ein enormes ehrenamtliches Engagement.

Das Projekt besitzt große Nachhaltigkeit und ist eine hervorragende Möglichkeit, Kindern und Jugendlichen geschichtliches Wissen, gepaart mit aktiver körperlicher Betätigung, zu vermitteln.

Die 2.000 Euro Förderbeitrag unterstützen vereinsintern ein Projekt, welches wiederum mit dem Thema „Berliner-Mauer“ zu tun hat. Es wird ein Film produziert, der den Kindern und Jugendlichen das Deutsche Thema näherbringt. Eingesetzt wird der Film zum nächsten Turnier im November. Desweiteren unterstützt die finanzielle Zuwendung des „Take Off Award“- Preises die Turnierzeitung und gibt dem Verein die Möglichkeit, kleine Präsente für Kinder zu kaufen.

Mehr als 60 Nationalitäten sind im Friedenauer TSC aktiv. Trainerkommentar zur gelebten, internationalen Vielfalt: „Wir sind alle gemeinsam eine tolle, große Sport-Familie“. Der Trainer und die Betreuer der E-Jugend sind vier Väter, die alle selbstverständlich ehrenamtlich dreimal in der Woche das Training und die Betreuung  durchführen und am Samstag mit zu den Spielen fahren.

Die meisten Kicker sind nicht nur auf dem Sportplatz sondern auch privat befreundet. Die Kameradschaft auf dem Fußballfeld geht auch familiär weiter. Da passt der „Schlachtruf“ nach jedem Spiel der E-Jugendlichen: „Was sind wir? Ein Team!“

Stille Helfer Mai 2019

Staatliche Artistenschule zu Berlin

ALLEZ-HOPP e.V.

 

Die Artistenschule ist einzigartig in Deutschland. Zurzeit werden hier Artistinnen und Artisten aus 23 Ländern ausgebildet.
Schon im Alter von 10 Jahren beginnt für viele Jugendliche, die sich vorgenommen haben, in großen Varietés oder Zirkussen aufzutreten und  einen Abschluss als „Staatlich geprüfter Artist“ anstreben, die Ausbildung in Berlin.
Die sportliche Ausbildung wird von einer Allgemeinbildung begleitet, die mit der allgemeinen Hochschulreife oder allgemeinen Fachhochschul- reife und dem Berufsschulabschluss erfolgreich beendet wird. Die kostenfreie Ausbildung steht allen internationalen Bewerber/innen offen!

„Allez Hopp“, der Förderverein der einzigen staatlichen Artistenschule Deutschlands repräsentiert in der Hauptstadt die Konvergenz von Ost- und Westdeutschland nach der Wiedervereinigung und zeigt jungen Menschen die Möglichkeiten und Stärken, die daraus erwachsen können.

Der Förderverein hat sich für die Preisvergabe an die Artistenschule entschieden, weil sie talentierten und für den Beruf eines Artisten motivierte Jugendliche die Möglichkeit gibt, ihren Traum zu verwirklichen. Das Geld wird in diesem Fall eingesetzt um der jungen,  Stipendiatin Viktoria Andreevna Akimova aus St. Petersburg, die Ausbildung zu ermöglichen. Hierzu zählt z. B. auch die Aufnahme im eigenen Internat. Die junge Artistin brachte exzellent alle Voraussetzungen für die Zulassung mit. Gefordert werden neben Bewegungstalent, körperliche Belastbarkeit, darstellerische Ausdruckskraft, individuelle körperlich-künstlerische Fähigkeiten und ein ästhetisches Erscheinungsbild.

Der „Take off Award“, der „Deutsche Preis für das Ehrenamt“, fördert dieses junge Talent und wünscht ihr, dass es ihr gelingt, wie vielen, die diese Schule absolvierten, den Sprung in eine große Show wie Monte Carlo oder Las Vegas, zu schaffen.

Stille Helfer Juni 2019

Sport gegen Gewalt e.V.

 

Der Verein setzt sich aktiv gegen Gewalt, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit ein.

Sport als ein Mittel zur Werteerziehung, das ist eine der Hauptaufgaben, denen sich der Verein widmet.

Der Verein schafft die Möglichkeit, auch benachteiligten Jugendlichen eine Chance zu geben, Mitglied in einem Sportverein zu werden. Damit erhalten die Jugendlichen die Gelegenheit, Teil eines Teams zu werden und sich somit der Fähigkeiten bewusst zu werden.

Der gemeinnützige Verein „Sport gegen Gewalt“ möchte Jugendlichen die Werte unserer Gesellschaft nahe bringen und die Vorzüge des Lebens in einer Demokratie aufzeigen. Dazu gehören sowohl selbstbestimmtes Handeln als auch das Leben in einer Gemeinschaft.

Gewalt, Menschenfeindlichkeit und Intoleranz sind keine Mittel, um sich zu artikulieren. Dagegen stärken fairer Wettbewerb, Toleranz gegenüber anders Denkenden und das Vertrauen in die eigene Leistung das Selbstbewusstein und die Möglichkeit, in der Gesellschaft akzeptiert zu werden.

Der Verein besteht fast 30 Jahre und die Mitglieder des Vereins verfolgen die Satzungsziele konsequent und außergewöhnlichem Engagement.

Durch Unterstützung des Fördervereines gelingt es, Jugendliche zu fördern, die sonst erheblich weniger Chancen hätten.

Stille Helfer Juli 2019

Menschenrechtszentrum Cottbus e.V.

 

Der Verein hat sich das Ziel gestellt, einen aktiven Beitrag zur Aufarbeitung und Aufklärung über die DDR Geschichte zu leisten und dies insbesondere am Beispiel der beiden ehemaligen DDR Haftanstalten in Cottbus.

Die Aufarbeitung der Unrechtsgeschichte dieser Orte soll das Verständnis, die Toleranz, den Respekt und die Hilfsbereitschaft der Menschen wecken.

Die meisten Mitglieder des Vereins sind politische Gefangene der DDR, die im Zuchthaus Cottbus einsaßen.

Der gemeinnützige Verein „Menschenrechtszentrum Cottbus e.V.“ betreibt die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus. Es ist die einzige Gedenkstätte, die das Repressionssystem der DDR thematisiert, deren Opfer gedenkt und die nach der Friedlichen Revolution Eigentum von ehemaligen politischen Gefangenen geworden ist.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bildungsarbeit. Dabei werden historische und politische Kenntnisse authentisch vermittelt. Die Arbeit in der Gedenkstätte macht es einzigartig möglich, ein Stück deutsche und regionale Geschichte an authentischen Orten kennenzulernen.

Spezielle Projekte werden dazu konzipiert. Beispielsweise wird am 20.September anlässlich des Weltkindertages eine Ausstellung zu „Zwangsadoptionen in der DDR“ eröffnet.

Der Verein besteht seit mehr über 10 Jahren und die Mitglieder des Vereins verfolgen die Satzungsziele konsequent und außergewöhnlichem Engagement.

Stille Helfer August 2019

Forum zur kritischen Auseinandersetzung mit DDR Geschichte im Land Brandenburg e.V.

 

Der Verein hat sich das Ziel gestellt, einen aktiven Beitrag zur Aufarbeitung und Aufklärung über die DDR Geschichte zu leisten. Dies soll durch ein Denkmal auf dem Potsdamer Luisenplatz dokumentiert werden.

Das initiierte Denkmal soll an die größte Demonstration des Herbstes 1989 in Potsdam am 9. November erinnern.

Es richtet sich sowohl an alle Potsdamer und Potsdamerinnen als auch an die Besucherinnen und Besucher der Stadt Potsdam.

Der gemeinnützige Verein „Forum zur kritischen Auseinandersetzung mit DDR-Geschichte im Land Brandenburg e.V.“ will damit ein nachhaltiges Zeichen des Erinnerns an die friedliche Revolution vor 30 Jahren in Potsdam schaffen.

Die Grundidee sind gestaltete Platten mit Sprüchen der damaligen Transparente, die in den Boden eingelassen werden sollen.

Damit soll die Erinnerung an den 04. November im Gedächtnis bleiben, ohne belehrend zu wirken.

Die Mitglieder des Vereins verfolgen dieses Projekt konsequent und mit außergewöhnlichem Engagement.

Stille Helfer September 2019

Stiftung Berliner Mauer
Dr. Peter Schulenburg, Flüchtlingshelfer an der innerdeutschen Grenze

 

Zwischen April und Oktober 1964 grub die Gruppe um Dr. Schulenburg aus einer angemieteten Bäckerei im Haus Bernauer Straße 97 einen Fluchttunnel nach Ost-Berlin, später Tunnel 57 genannt. Zwischen dem 02.und 04. Oktober 1964 gelangten 57 Personen durch den Stollen nach West-Berlin.

Tunnel 57 ist war das spektakulärste Vorhaben der Flüchtlingshelfergruppe, die überwiegend aus West-Berliner Studenten und geflüchteten DDR-Bürgern bestand.
Alle waren der Überzeugung, dass man gegen die Mauer quer durch Berlin einen persönlichen Beitrag leisten sollte.
Die Erinnerungen der dramatischen Tunnel-Fluchtaktionen sind eindrucksvoll in verschiedenen Büchern und Publikationen dokumentiert.

Stille Helfer Oktober 2019

Sportverein SV Bischhausen / Weissenborn

 

Seit 30 Jahren organisiert das Team 2. und 3. Oktober die Feierlichkeiten zum Ereignis des Mauerfalls und der Wiedervereinigung.
Die Feierlichkeiten finden sowohl in der Gemeinde Siemerode (Thüringen) als auch Weißenborn (Niedersachsen) statt.
90 ehrenamtliche Helfer des Team 2. und 3. Oktober bereiten die Feierlichkeiten vor und führen sie auch in Eigenregie durch.

Die Feierlichkeiten beginnen am 02. Oktober und enden am 03.mit einem Gottesdienst, anschließend einer Feierstunde und Erfahrungsaustausch.

Dies findet regelmäßig jedes Jahr statt (in diesem Jahr zum 30. Mal) und ist ein hervorragendes Beispiel für nachhaltiges Handeln zwischen zwei Gemeinden Ost und West.

Es sind generationsübergreifende Feierlichkeiten mit denen, die die Wiedervereinigung selbst miterlebt haben bis zu den Kindern, die die Mauer lediglich aus Erzählungen kennen.

Darüber hinaus wurde in Gedenken an den Mauerfall ein Grenzstein gesetzt, der ausbesserungsbedürftig ist

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